recorder summit

Workshops – Details

Ensemble-Workshop mit Susanne Hochscheid – für Einsteiger
27.03.2020, 10.00 – 13.00 Uhr

Musica Antiqua Polonica + Grundlagen der Intonation im Ensemble

Ensemble-Workshop mit Susanne Hochscheid – für Fortgeschrittene
27.03.2020, 14.30 – 16.30 Uhr

Musica Antiqua Polonica

Polnische Renaissance
In seiner Ausgabe „Musica Antiqua Polonica“ schreibt Manfred Harras:
„Für mehr als vierhundert Jahre, ausgehend von der Gründung der Universität im Jahre 1363, war Krakau der kulturelle Mittelpunkt Polens. Vor allem im späten 15. und 16. Jahrhundert kam es dort zu einer geistigen und kulturellen Hochblüte, als die Stadt zum Zentrum der Renaissance und der Druckkunst in Polen wurde.

Einen wichtigen Platz im kulturellen Leben Krakaus nahm die Musik ein. An der Kasimirs-Universität waren seit dem Jahre 1406 Musikvorlesungen Pflicht. Die Professoren pflegten ständig intensive Kontakte mit den Universitäten in Italien und Frankreich, was für die Entwicklung der polnischen Musik beeinflussend war.

Vor diesem historischen Hintergrund muss man die Werke des Jan von Lublin, des Wojciech Dlugoraj und von Walentyn Bakfark sehen, in denen sich spezifisch polnische und westeuropäische Stilelemente vereinigen“.


Wir werden in den beiden Workshops einige dieser reizvollen Stücke erarbeiten, wobei genug Raum ist, um auf allgemeine Themen wie Verzierungen, Artikulation oder Intonation einzugehen. Um Intonation im Ensemble wird es im Vormittagskurs noch im Speziellen gehen. Losgelöst vom musikalischen Kontext werden wir hier mit verschiedenen Übungen an diesem immer wieder spannenden Thema arbeiten.

Tiefe Blockflöten sind auch hier gerne willkommen. Altblockflötenspieler sollten auf jeden Fall in der Lage sein, oktavierte Notation zu lesen.



  Susanne Hochscheid


Ensemble-Workshop mit Frank Oberschelp
27.03.2020, 15.30 – 17.30 Uhr

Symphonie imaginaire – Jean-Philippe Rameau

Rameau gilt heute als einer der bedeutendsten Komponisten der französischen Musikgeschichte. Der Workshop bietet einen großen Querschnitt, eine Melange orchestraler Musik, zusammengestellt aus den unterschiedlichen Bühnenwerken Rameaus. Es entsteht eine Symphonie imaginaire, ein musikalisches Wechselbad der Emotionen für großes Blockflötenensemble.

Der Workshop beinhaltet mittelschwere Literatur! Bitte unbedingt auch tiefe Instrumente (Groß-, Sub- und Kontra-Subbass) mitbringen!

- AUSGEBUCHT -



  Frank Oberschelp

Ensemble-Workshop mit Meike Herzig
28.03.2020, 9.30 – 11.30 Uhr

Courtly masquing ayres

Court masques waren im England des 16. und frühen 17. Jahrhunderts die aufwendigste Form der Unterhaltung, was Rechnungen aus dieser Zeit eindrucksvoll belegen. Dichtung, Musik, Tanz, Kostüm, Bühneneffekte und Architektur vereint die Masque, ihre Themen waren oft mythologischen Ursprungs, auch konnte das Zusammenleben von Mann und Frau oder die Macht der Musik Motiv sein. Ab 1609 gab es zusätzlich zur Masque eine so genannte Antimasque, eine parodistisch-groteske Darbietung, deren erhaltene Musik durch z.B. häufige Taktwechsel ebenfalls grotesk anmutet.

Im Kurs möchte ich einige von diesen kurzen, zauberhaften, 5-stimmigen Stücken vorstellen und – sofern in der kurzen Zeit möglich – stilgerecht erarbeiten.




 

Meike Herzig

 

Ensemble-Workshop mit Dominik Schneider
28.03.2020, 9.30 – 11.30 Uhr

Bach geht immer – sonst Händel

Auf vielfachen Wunsch möchte ich in diesem Jahr den Focus auf jeweils ein Werk von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel legen. Beide haben uns wunderbare Musik hinterlassen, und ich habe zwei Leckerbissen ausgesucht. Welche das sind, wird natürlich noch nicht verraten – und vielleicht ist ja auch noch eine Überraschung dabei...

Zu schwierig wird das Ganze nicht, aber die Teilnehmer sollten unbedingt mehr als nur eine Flöte mitbringen, gerne auch ein paar tiefe Instrumente.



 

Dominik Schneider

 

lecture mit Philippe Bolton (Blockflöte) und Alain Polak (Traversflöte)
28.03.2020, 12.30 – 13.30 Uhr

Thomas Stanesby – traverso meets recorder!

Thomas Stanesby and The True Concert Flute

A presentation of the baroque flute and the recorder as seen by the famous London maker Thomas Stanesby whose workshop produced both instruments, and who, still believing in the recorder in spite of its waning popularity, built a version capable of playing with the traverso or even replacing it. 

This lecture will be illustrated with duets by Michel Blavet, harmoniously blending the tone of both instruments.











 

Philippe Bolton

Alain Polak

 

Ensemble-Workshop mit Ralf Bienioschek
28.03.2020, 16.00 – 18.00 Uhr

Sound-Spektakel 2020

Kennen wir das nicht alle? Da spielen wir mit unseren Blockflöten und auch vielleicht anderen wunderschönen Instrumenten die herrlichsten Renaissance-Chöre, Bach-Choräle, klangintensive Stücke von Pärt oder auch schönste Melodien der Jetzt-Zeit, und können uns den tollen, tragenden, ergreifenden und eigentlich benötigten Raum füllenden Klang nur in unserem Kopf vorstellen!

Warum? Weil wir uns in einem simplen Klassenraum, Wohnzimmer oder wo auch immer befinden! Wir wollen aber den Sound von Kirchengebäuden oder klangvollen Sälen..! "Ist halt so“ denken wir dann! Geht halt nicht anders! Aber ist das wirklich so?

NEIN, natürlich nicht! Mit ein paar technischen Hilfsmitteln, meiner reichhaltigen Erfahrung auf dem Gebiet, dem dazugehörigen Know How und der Fähigkeit, Menschen zu begeistern, werden wir gemeinsam ein SOUND-SPEKTAKEL erschaffen, das euch glücklich ins nächste Konzert beim Summit gehen lassen wird. Großer Klang im kleinen Raum ist Motivation und lässt einen noch ein bisschen besser spielen, weil’s halt so schön klingt.

Lasst euch doch einfach mal auf dieses tolle, neue Erlebnis ein und seid dabei. Musik machen geht nicht nur durch die Ohren, sondern sollte unter die Haut gehen, uns berühren! Auch wenn wir die Akustik hier ein wenig austricksen…

Ich freue mich auf euch!

- AUSGEBUCHT -




 

Ralf Bienioschek

 

„summit orchestra”, mit Katja Beisch
28.03.2020, 16.30 – 18.00 Uhr

(Nadja Schubert musste leider absagen)

Probe mit anschließender Darbietung in der Ausstellung

Mittlerweile ist das „summit orchestra“ als der vitale musikalische Abschluss des Festivals eine allen lieb gewordene Tradition: In 90 Minuten wird ein echter Rausschmeißer in bluesig-jazzig-peppig-poppigem Gewand einstudiert. Was es dieses Mal sein wird, können Sie demnächst oder auch schon jetzt unter „News“ erfahren.

Um 18 Uhr erklingt dann das kurzfristig Erarbeitete mit augenzwinkerndem Charme auf einer Freifläche im großen Ausstellungsraum im Erdgeschoss – auch als Dank an die Aussteller und als fröhliches Ausrufungszeichen nach hoffentlich inspiriertem und anregendem Wochenende.


Jeder kann mitmachen, der Lust auf ein witziges Ad-hoc-Ensemble hat und bereit ist, schon vorher zuhause eine Einzelstimme einzuüben. Diese kann als autorisierte Kopie
(2,-) angefordert werden.

- AUSGEBUCHT -



 

Katja Beisch

 

Ensemble-Spieltag mit Lucia Mense
29.03.2020, 10.00 – 16.00 Uhr

Cori spezzati – „Himmlische Chöre“

Für jeden Musiker ist es etwas Besonderes, Teil eines großen Klangkörpers zu sein, die Klangfülle und Lebendigkeit hautnah zu erleben und mitgestalten zu können.

Mit den mehrchörigen Kompositionen vom Ausgang des 16. Jh. startet die Kompositionspraxis für großes Ensemble. “Cori spezzati” war der italienische Name dieser neuen Idee – „gebrochene, geteilte Chöre“: Andrea und Giovanni Gabrieli komponierten für hohe und tiefe Chöre, experimentierten mit Klangkontrasten und gestalteten großbesetzte venezianische Festmusiken. Sie folgten damit dem Beispiel „burgundischer Immigranten“ in Italien, allen voran Adrian Willaert.

In Venedig stand die Mehrchörigkeit für die große Prachtentfaltung zu Zeiten des Dogen Marino Grimani. Die Ensembles wurden im Raum verteilt und traten kontrastreich in Dialog.

Im Barock wurden die Konzerte durch die Wechsel zwischen dem concertino, dem Ensemble der Soloinstrumente, und dem tutti des Orchesters farbig und abwechslungsreich. Auch heute ist die besondere Wirkung von Gruppen hoher und tiefer Blockflöten ein Genuss: das Spiel mit Klangfarben und gleichzeitiger Direktheit der Artikulation.

Wir spielen Werke der beiden Gabrieli und ihrer Zeitgenossen – mit Stipvisiten in unsere Zeit.

Für alle, die mindestens zwei Flötengrößen der Arten S A T B Gb Sb spielen und mitbringen können. Je mehr Groß- und Subbässe wir vor Ort haben, desto (klang-) farbiger können wir spielen!

Renaissance-Flöten sind ebenfalls herzlich willkommen!



 

Lucia Mense