recorder summit

Konzerte – mit wem?


The Royal Wind Music
Sie sind wieder da – die 14 Spieler und Spielerinnen des weltweit einzigen professionellen Renaissance-Blockflöten Consorts mit der allumfassenden Klangmajestät vom Sopran bis zum baumlangen Subkontrabass. Ihre Kunst sprengt jedes herkömmliche Maß, denn nirgends erklingt die Musik ferner Zeiten in solch magischem Volumen. Dabei zelebrieren sie die polyphonen Verästelungen auswendig, ohne Dirigenten und ganz aufeinander hörend.

Ein unbedingtes Muss für jeden, der nicht nur den Ensemblegeist früherer Zeiten, sondern einfach auch eine unerhörte blockflötistische Klangmacht liebt!



  The Royal Wind Music

Agnès Blanche Marc – solo
Sie ist in Ihrer klanglichen Hingabewilligkeit und -fähigkeit eine singuläre und noch viel zu unbekannte Künstlerin ganz eigenen Rechts: Agnès Blanche Marc, die französische Flötistin und Dirigentin, die nicht nur mit Sergiu Celibidache zusammengearbeitet hat, sondern auch mit ihrer Blockflötenschule im eigenen Verlag die Möglichkeiten und Ambitionen dieses immer wieder unterschätzten Instruments unverkürzt den Jüngsten nahebringt. Ihr Solo-Recital mit Musikstücken rund um Debussys Syrinx vereint Jubel, Melancholie und Augenzwinkern unter dem Signum „Liebe und andere Eskapaden“.

Der pure Blockflötenklang bei Nacht – ein Erlebnis ohnegleichen!


 

 

Agnès Blanche Marc



Ensemble all‘improvviso
Das hatten wir noch nie – ein Ensemble, das ganz aus den präzise rekonstruierten Spielpraktiken der Renaissance und des Barock heraus temperamentvoll, ja überbordend improvisiert, lacht und weint! So entsteht Musik, in der die bekannten Melodien jener Zeit nicht „vorgelesen“ werden, sondern sich wirklich in freier Rede mitteilen. „Ohrwürmer auf Reisen“, so nennen die vier Künstler ihre spannenden, klangsatten, spontan-bunten Erkundigungen – und sie nutzen alle Möglichkeiten der Blockflöte, der Violine, der Gambe der Laute, Theorbe oder auch Barockgitarre. Kurzweiliger geht’s nicht!

Für alle im Geiste Unternehmungslustigen, die auf der musikalischen Stuhlkante sitzen und mitswingen – für Kinder, Familien, Ensemble-Liebhaber, Alte-Musik-Freaks, aber auch Blockflötenskeptiker: einfach für alle!

Martin Erhardt vom Ensemble all'improvviso sagt es so:

Ohrwürmer auf Reisen
Musik ist eine Sprache. Dieser Satz ist für das Ensemble all‘improvviso nicht nur eine theoretische Erkenntnis. Die vier jungen Musiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, die musikalischen Praktiken der Renaissance und des Barock wiederzubeleben. Damals war es nämlich vollkommen selbstverständlich, dass Stücke nicht nur eins zu eins vom Notenblatt abgespielt wurden, sondern in spontanen Improvisationen ihren Niederschlag fanden. Dabei geht es, wenn man sich sprachlicher Termini bedient, darum, nicht nur „vorzulesen“, vielmehr „frei zu sprechen“. „Man muss sich selbst in der Sprache der Alten Musik frei ausdrücken können“, lautet der Anspruch des Ensembles. „Ohrwürmer auf Reisen“ ist der Titel des Konzerts mit Melodien und Kompositionen, die zu ihrer Entstehungszeit äußerst beliebt waren, sich durch zahlreiche Interpretationen über ganz Europa verbreiteten und noch heute zum Kanon klassischer Konzertmusik gehören. Es ist ein musikalischer Vortrag, bei dem Bekanntes plötzlich ganz neu ertönt, indem sich groovige Bässe, improvisierte Schnörkel und treibende Rhythmen in die alten Kompositionen einschleichen.



 

Ensemble all'improvviso

Foto Isabel Moreton

 

Dorothee Oberlinger, Olga Watts, Axel Wolff
Natürlich ist Dorothee Oberlinger die Blockflötistin schlechthin. Ihr maßstäbliches Spiel entfaltet sich ganz besonders in der musikalischen Zwiesprache mit den Künstlern ihrer Wahl – und dieses Mal sind es die Cembalistin Olga Watts und der Lautenist Axel Wolff, mit denen sie die Strahlkraft des italienischen Stils im barocken Europa und darüber hinaus ausmisst. „Diese Besetzung ist eine Wucht“ schrieb sie uns, und das Programm ist es auch!

Klassisch, virtuos, anspringend, unanfechtbar, historisch informiert, spontanst musiziert!

Oder in Dorothee Oberlingers Worten:

Italianità
Ausgehend von der Geburtsstunde des Barock und der „Sezierung“ von Rhetorik und Affekt Anfang des 17. Jahrhunderts in Italien um Claudio Monteverdi, geht die Reise über europäische Werke des Hoch- und Spätbarocks von G. F. Händel, A. Corelli und Jacques Hotteterre le Romain bis hin zu einem Ausblick ins 20. Jahrhundert mit Luciano Berios Gesti, wo die Theatralik italienischen Stils mit den Stilmitteln der Avantgarde der 60er Jahre kulminiert.


 

Dorothee Oberlinger

Olga Watts

Axel Wolff